Am Dienstag hat das Europäische Parlament in Straßburg endgültig die Einführung eines Gesetzes gebilligt, das die Registrierung von Züchtern und Verkäufern vorschreibt. Außerdem wird das Mikrochippen ab 2030 in allen Mitgliedsstaaten Pflicht.
Frische Luft und Kreuzung
Auch die dunklen Ställe werden ein Ende haben. So werden beispielsweise Regeln eingeführt, die sicherstellen, dass Welpen Zugang zu frischer Luft haben. Nach acht Wochen müssen die Hunde mindestens eine Stunde am Tag ausgeführt werden. Hündinnen haben nach der Geburt Anspruch auf eine Mutterschaftspause. Außerdem wird es ein Verbot der Kreuzung von Hunden und Katzen geben, z.B. mit Großeltern und deren Nachkommen. Darüber hinaus werden Würgeketten und Würgehalsbänder ohne eingebaute Sicherheitsmechanismen in der EU verboten sein.
Für Züchter, die mehr als fünf Würfe pro Jahr haben, werden die Regeln noch strenger. Sie müssen unter anderem regelmäßig einen Tierarzt kommen lassen, um die Lebensbedingungen zu überprüfen.
Jeder, der einen niedlichen Vierbeiner über das Internet verkaufen möchte, muss bald, genau wie bei Zigaretten und politischer Werbung, den Hinweis anbringen, dass potenzielle Besitzer ihre Haustiere gut behandeln müssen.
Gleiches Spielfeld
Genau wie in den Niederlanden wird es bald in der gesamten EU ein Verbot für das Züchten auf übertriebene körperliche Merkmale geben. Auch das Verstümmeln von Hunden und Katzen für Schönheitswettbewerbe oder Ausstellungen wird nicht mehr erlaubt sein.
Es wird erwartet, dass die EU-Mitgliedstaaten bald endgültig für das Gesetz stimmen werden. Nach Angaben der Europäischen Kommission gibt es in der Europäischen Union über siebzig Millionen Hunde und über achtzig Millionen Katzen. Der Handel mit diesen Haustieren hat einen jährlichen Wert von etwa 1,3 Milliarden Euro. Die Tierschutzbestimmungen unterscheiden sich derzeit von Mitgliedstaat zu Mitgliedstaat. Laut Brüssel sorgen die neuen EU-Vorschriften für gleiche Wettbewerbsbedingungen für die Händler.
Dies wird natürlich auch Auswirkungen auf alle derzeitigen Züchter des Pyrenäen-Mastiffs in Europa haben.
Was dies für die Einfuhr von Welpen oder Kätzchen von außerhalb der EU bedeutet, ist noch nicht klar.
Quelle : De Telegraaf


